„Doch sie fanden keinen Platz in der Herberg“…

Unter diesem Motto stand in diesem Jahr der Weihnachtsgottesdienst an der Anne-Frank-Schule. Diesen Gottesdienst, an dem die ganze Schulgemeinde teilnimmt und der eine wunderbare Einstimmung auf die Weihnachtstage ist, gestalteten in diesem Jahr die zehnten Klassen der Anne-Frank-Schule. Sie stellten sehr eindrucksvoll eine Parallel zwischen den Flüchtlingen aus Syrien und der Weihnachtsgeschichte her. Es begann mit einem Paar vor dem Fernseher, der Nachrichten im Fernsehen über die Flüchtlingsströme und Kriege überdrüssig. Gleichzeitig machten sich dann von hinten auf der einen Seite Maria und Josef auf den Weg, auf der anderen Seite eine Flüchtlingsfamilie aus Syrien. Schnell wurde so deutlich, dass die Menschen sicher gleiche Gedanken und Ängste hatten. Zeitgleich kommen dann beide Familien bei dem Paar vor dem Fernseher an. Die Frau verweist Maria und Josef auf ihren Stall den sie im Garten haben, der Mann bringt die syrische Familie in eine Turnhalle. Diese Geschichte führte allen noch einmal vor Augen, wie ähnlich die Situationen sind und dass es jedem möglich ist, zu helfen, wenn auch nur durch einen kleinen Beitrag. Anschließend schilderten noch zwei Jugendliche ihre Flucht aus Syrien.

Weihnachtsgottesdienst Weihnachtsgottesdienst

Abschließend sang die Schulgemeinde „Oh du fröhliche“, ein Lied, das eben dies im Prinzip noch einmal aufgreift, denn es heißt in einer Zeile „Welt ging verloren, Christ ist geboren“. Als die Welt also am Ende war und keine Sicherheit bestand, da kam Jesus zu uns, als Gottes Sohn, die Rettung. Mit diesem Gefühl und dieser Hoffnung, verließ die Schulgemeinde die Kirche. Am Ausgang erhielt jeder ein kleines Licht, um ein wenig Licht in die Dunkelheit zu bringen, in dieser Zeit, in der Angst und Furcht jeden Tag eine Rollen spielen.
Letzte Bearbeitung: 11.03.2017, 18:33